KCK, Remscheider Comedy-Preis im Würgegriff des Corona Virus

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2020 sollte das Jahr des 8. Kremenholler Kleinkunstpreises werden. Mit einem modifizierten Nominierungs- und Auswahlverfahren gingen wir in die Bewerbung. Der große Saal des Neuen Lindenhofs wurde gebucht und Licht und Tontechnik angemietet. Doch mit dem Corona-Virus kamen auch die Einschränkungen, die uns als Stadtteilverein zwangen, viele Projekte für unser Quartier und Remscheid abzusagen. 2020 wird wohl als das Jahr mit den wenigsten Veranstaltungen des IK-Kremenholl seit dessen Gründung in die Geschichte des Vereins eingehen. Dabei sind es doch gerade Kultur und Unterhaltung, die unser Leben in Zeiten der Kontaktbeschränkungen einigermaßen in Stimmung halten. Aber aus Gründen der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hatten wir aus eigenem Antrieb frühzeitig unseren traditionellen Frühjahrsempfang abgesagt. Mit den angeordneten Maßnahmen im Kampf gegen die Infektionsketten kam mit den Schul-, Kita- und Spielplatzschließungen sowie dem Verbot von Großveranstaltungen auch das Aus für unser Mitmach-Musiktheater für alle Kremenholler Kita- und Schulkinder sowie unser alljährlich veranstaltetes Stadtteilfest. Trotz der ersten vorsichtigen Spielplatzöffnungen haben wir unser Flohkistenprojekt für dieses Jahr auf Eis gelegt. Schließlich ist gerade das Mit- und Füreinander der Generationen ein Kernanliegen des Projekts. Aktuell ist aber „Abstand halten“ angesagt und so ist die Flohkiste mit „Social Distancing“ nicht verträglich.
Wir nehmen uns nicht zu wichtig, doch wir wissen sehr wohl, dass unsere Aktivitäten im Quartier sehnlichst vermisst werden.
Natürlich ist es bis zum Finale des 8. Comedy und Kleinkunstpreises noch etwas hin und wir wollen alles andere, als die Hoffnung auf eine Durchführung aufgeben, dennoch ist aktuell die weitere Planung eines derartigen Formats ein schwieriges Unterfangen.
Der KCK hat sich als Preis etabliert. Einige ehemalige Teilnehmer sind mittlerweile zu echten Stars in der Szene aufgestiegen, wie Chris Tall, der ein eigenes TV-Format hat oder Carmela de Feo, die mit ihrer Kunstfigur La Signora in der TV-Reihe Ladies Night und bundesweit auf Kleinkunst- und Theaterbühnen sehr präsent ist.
Aufgrund des guten Rufs, den wir uns mit dem Remscheider Kleinkunstpreis erarbeitet haben und der hervorragenden Kontakte, die unser Moderator und Partner Helmut Sanftenschneider in der Szene hat, fiel es nicht schwer, Nachwuchstalente aus der Region und den Zentren der Comedy-Szene, wie Köln oder Hamburg für den Wettbewerb zu begeistern. Doch wer weiß heute, was im November sein wird? Es ist wirklich so traurig, wie es sich anhört. Niemand kann sagen, welche (Nachwuchs-) Künstler diese Durststrecke überbrücken können. Welches Talent kann sicher für die Veranstaltung nominiert werden? Nein, auch der KCK wird vermutlich in diesem Jahr nicht so wie geplant stattfinden können.
Wir wären aber nicht der IK-Kremenholl e.V., wenn wir nicht mit Helmut Sanftenschneider einen „Plan B“ erarbeitet hätten.
So wie es aktuell aussieht, halten wir an einer Comedy Veranstaltung fest. Sollten wir nicht in der Lage sein, den Comedy Preis wie geplant auszuloben, versuchen wir ein Programm mit befreundeten Comedians zusammenstellen, vielleicht bekommen wir einen Mix aus „Best Of“ und weiteren Künstlern hin.
Wir haben folgende Prämissen, wir wollen einerseits ein Stück erarbeiteter, anerkannter Kultur erhalten und den Künstlern, mit denen wir uns sehr verbunden fühlen, eine Auftrittsmöglichkeit und Gagen garantieren, aber in erster Linie wollen wir euch gut unterhalten wissen.

Eure Kremenholler, Gabi Leitzbach, Arndt Köhler und der IK-Kremenholl e.V.

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